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PERF – Monitoring-Evaluation

Katalogstand: 24. September 2026 — Quelle: BSI Stand-der-Technik-Bibliothek.

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Maßgeblich ist immer das Original, nicht diese Aufbereitung. Zitierfähig ist: BSI, Anwenderkatalog Grundschutz++, Version 2026-09-24, Dokument-ID ebe77c16-3ddc-42ce-8d53-eff5b6e23334 (RFC 9562), Anforderung <ID> — wobei die ID die Kennung neben der jeweiligen Überschrift ist, etwa GC.5.1.1. Sie bleibt stabil, auch wenn das BSI eine Formulierung ändert.

Die Praktik Monitoring-Evaluation stellt durch kontinuierliche Überwachung und systematische Bewertung sicher, dass die implementierten Sicherheitsmaßnahmen wirksam sind und die Sicherheitsziele der Organisation erreicht werden. Sie liefert Erkenntnisse über den aktuellen Sicherheitszustand und identifiziert Verbesserungspotentiale. Im Rahmen dieser Praktik werden regelmäßige Sicherheitsaudits, kontinuierliches Monitoring von Sicherheitsereignissen sowie periodische Überprüfungen und Bewertungen des ISMS durchgeführt. Sie entspricht der “Check-Phase” im PDCA-Zyklus und dient dazu, Abweichungen von den definierten Zielen zu erkennen. Die Ergebnisse der Monitoring-Evaluation fließen direkt in die Praktik Verbesserung ein, wo konkrete Maßnahmen zur Behebung identifizierter Schwachstellen und zur kontinuierlichen Weiterentwicklung des ISMS abgeleitet werden.

MUSSStandard-SicherheitsstufeAufwand: 0

Monitoring-Evaluation MUSS Verfahren und Regelungen zur Messung und Bewertung der Leistung des ISMS verankern.

Die bei der Festlegung des Verfahrens und der Regelungen im Einzelnen zu berücksichtigenden Inhalte ergeben sich aus den Anforderungen dieser Praktik. Die Ergebnisse müssen strukturiert dokumentiert und an die relevanten Stakeholder kommuniziert werden.

MUSSStandard-SicherheitsstufeAufwand: 0

Monitoring-Evaluation MUSS die [regelmäßige] Überprüfung und Fortschreibung des Umsetzungsplans in Bezug auf Fortschritt, Fristeinhaltung und inhaltlicher Korrektheit verankern.

Die Überprüfung eines Umsetzungsplans beinhaltet, ob Sicherheitsmaßnahmen vollständig, termingerecht und wirksam sowie inhaltlich korrekt umgesetzt wurden und ob sie die angestrebten Schutzziele erreichen. Dabei sind insbesondere der Umsetzungsstand, Abweichungen, Restrisiken und die Wirksamkeit der Maßnahmen systematisch zu überprüfen und für Managemententscheidungen auszuwerten. Umsetzungsdaten umfassen z. B. Fälligkeitsdatum, bis wann eine bestimmte Maßnahme umgesetzt sein muss, Meilensteine im Projektplan oder vereinbarte Endtermine für Kontrollen, Prüfungen oder technische Implementierungen. Auswertungen von Auditergebnissen, sowie von Sicherheitsvorfällen fließen stets in die Fortschreibung mitein. Weiterhin sind Veränderungen in der Bedrohungslage Anlass zur Überarbeitung und Fortschreibung des Umsetzungsplans.

MUSSStandard-SicherheitsstufeAufwand: 0

Monitoring-Evaluation MUSS die Aktualität der Anforderungen [regelmäßig] überprüfen.

Die Aktualitätsprüfung umfasst folgende Aspekte: Das Anforderungspaket wird regelmäßig (i.A. jährlich, je nach Organisationsgröße, Parameter und Prüftiefe) in Hinblick auf die Modellierung überprüft, um ihre Aktualität und Angemessenheit in Bezug auf den Informationsverbund zu bewerten. Bei der Überprüfung werden veränderte Geschäftsprozesse, neue IT-Komponenten, organisatorische Änderungen und externe Faktoren wie neue regulatorische Anforderungen oder veränderte Bedrohungslandschaften berücksichtigt. Die Überprüfung wird in Abstimmung mit den zuständigen Bereichen erfolgen, um sicherzustellen, dass alle relevanten Perspektiven einbezogen werden. Bei Bedarf werden Anpassungen der Auswahl der Anforderungen vorgenommen, um den aktuellen Anforderungen gerecht zu werden. Wenn signifikante Anpassungen erforderlich sind, können diese zu einer Neumodellierung oder Erweiterung des Anforderungspakets führen, was wiederum den gesamten Zyklus der Strukturmodellierung und Umsetzung beeinflusst.

PERF.2.1 – Überprüfung der Einhaltung von Verpflichtungen

Abschnitt betitelt „PERF.2.1 – Überprüfung der Einhaltung von Verpflichtungen“

SOLLTEStandard-SicherheitsstufeAufwand: 2Compliance-Management

Monitoring-Evaluation SOLLTE die Einhaltung von Verpflichtungen [regelmäßig] sowie anlassbezogen überprüfen.

Die Compliance-Überwachung umfasst regelmäßige Kontrollen zur Überprüfung der Einhaltung dokumentierter gesetzlicher und vertraglicher Anforderungen, anlassbezogene Überprüfungen bei Änderungen des regulatorischen Umfelds, bei Hinweisen auf mögliche Verstöße oder nach durchgeführten Änderungen in relevanten Systemen oder Prozessen, die Identifikation von Compliance-Lücken und deren systematische Dokumentation sowie die Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen zur Schließung identifizierter Compliance-Lücken.

PERF.3.1 – Aufbau und Pflege eines Auditprogramms

Abschnitt betitelt „PERF.3.1 – Aufbau und Pflege eines Auditprogramms“

MUSSStandard-SicherheitsstufeAufwand: 0

Vorgänger im alten Kompendium
DER.3.1.A2-UA.1überschneidet sich mit

Monitoring-Evaluation MUSS ein Verfahren zum Aufbau und zur Pflege eines oder mehrerer Auditprogramme verankern.

Ein Audit kann in unterschiedlichen Formen durchgeführt werden – beispielsweise als internes Audit durch eigene Mitarbeitende, als externes Audit durch unabhängige Dritte (z. B. für Zertifizierungen), als Überwachungs- oder Wiederholungsaudit, oder als Sonderaudit bei Sicherheitsvorfällen. Ziel ist es, die Einhaltung von Sicherheitsanforderungen, die Wirksamkeit von Maßnahmen sowie mögliche Schwachstellen zu prüfen.

SOLLTEStandard-SicherheitsstufeAufwand: 3

Monitoring-Evaluation SOLLTE für jedes durchzuführende Audit einen Auditplan festlegen.

Der Auditplan (audit plan) legt vorab die Ziele, den Umfang (Geltungsbereich, Zielobjekte), die Methoden (Auditkriterien), Rollen und Zuständigkeiten, sowie den genauen Ablauf dieser Überprüfung fest. Auditmethoden sind die spezifischen Vorgehensweisen und Techniken, die ein Auditor zur Sammlung und Bewertung von Prüfungsnachweisen (audit evidence) einsetzt. Die Auswahl der Methode hängt vom jeweiligen Prüfziel ab und umfasst häufig eine Kombination aus mehreren Ansätzen, wie zum Beispiel: (1) die Befragung von Mitarbeitern (Interviews), um Prozessabläufe und Verantwortlichkeiten zu verstehen, (2) die (automatisierte und manuelle) Durchsicht von Dokumenten wie Richtlinien, Konzepten und Protokollen zur Überprüfung der Vorgabenkonformität, (3) die direkte Beobachtung von Prozessen, um die tatsächliche Umsetzung einer Kontrolle zu verifizieren, sowie (4) technische Analysen, welche die Überprüfung von Systemkonfigurationen, die Auswertung von Logdateien oder die Durchführung von Stichproben bei Berechtigungen beinhalten können. Der Zweck dieser Anforderung ist es, eine strukturierte und nachvollziehbare Vorgehensweise bei jeder Prüfung zu gewährleisten. Ohne einen solchen Plan könnte eine Überprüfung chaotisch verlaufen, wichtige Bereiche übersehen oder Ressourcen ineffizient eingesetzt werden, was unentdeckte Schwachstellen zur Folge haben kann. Ein detaillierter Auditplan kann hingegen sicherstellen, dass alle relevanten Aspekte systematisch abgedeckt werden und schafft eine klare Erwartungshaltung sowie Verbindlichkeit für die Auditoren und die geprüften Stellen der Institution. Bewährt hat sich dabei eine chancen- und risikenorientierte Ressourcenverteilung, d.h. die Betrachtung genau jener Anforderungen, bei denen voraussichtlich ein hoher Mehrwert für die Risikobetrachtung durch das Audit zu erwarten ist. Für Details siehe ISO/IEC 19011-Reihe. Der Plan muss dokumentiert werden.

MUSSStandard-SicherheitsstufeAufwand: 0

Monitoring-Evaluation MUSS die Planung der internen Audits im Auditprogramm risikoorientiert ausführen.

Ziel ist es, die Einhaltung von Sicherheitsanforderungen, die Wirksamkeit von Maßnahmen sowie mögliche Schwachstellen zu prüfen. Dabei wird die Effektivität und Effizienz aller angewandten Anforderungen sinnvoll geprüft. Risikoorientiert bedeutet hierbei, dass die Auswahl von Prüfobjekten sowie die Prüftiefe sich nach einer Risikobetrachtung richtet, also besonders risikorelevante Fragen vertieft betrachtet werden. Beispielsweise ist es sinnvoll bei automatisierten Richtlinien (Policies) nicht nur deren tatsächliche Aktivierung, sondern vor allem die erlaubten Ausnahmeregelungen auf Begründung, Befristung und Umfang zu prüfen, damit vermeintliche effektive Maßnahmen nicht durch zu weite Ausnahmeregelungen ausgehölt werden. Die Planung muss dokumentiert werden.

MUSSStandard-SicherheitsstufeAufwand: 0

Vorgänger im alten Kompendium
DER.3.1.A1-UA.1überschneidet sich mit
DER.3.2.A5-UA.1entspricht

Monitoring-Evaluation MUSS fachlich geeignete und unabhängige Auditoren zur Gewährleistung der Objektivität und Qualität der Audits anweisen.

Bei der Auswahl von Auditoren ist zu empfehlen insbesondere Fachkompetenz, Unabhängigkeit und Erfahrung zu berücksichtigen. Das Team muss über technisches und organisatorisches Wissen, Kenntnisse relevanter Normen und gesetzliche Anforderungen sowie die Fähigkeit zur objektiven, methodischen Bewertung verfügen, ohne in die zu prüfenden Prozesse direkt involviert zu sein.

MUSSStandard-SicherheitsstufeAufwand: 0

Monitoring-Evaluation MUSS in angemessenem Umfang Audits ausführen.

Der Umfang eines Audits beschreibt, was, wie und in welchem Rahmen geprüft wird. Dazu gehören der organisatorische und technische Geltungsbereich (z. B. Standorte, Abteilungen, IT-Systeme), der Prüfzeitraum, sowie die eingesetzten Prüfmethoden wie Interviews, Dokumentensichtung oder Systemtests. Der Auditumfang wird vor Beginn des Audits klar definiert, um den Ablauf gezielt zu planen und die Ergebnisse nachvollziehbar zu dokumentieren.

MUSSStandard-SicherheitsstufeAufwand: 0

Monitoring-Evaluation MUSS ein Verfahren zur Erstellung aussagekräftiger Auditberichte verankern.

Ein Auditbericht muss nachvollziehbar, vollständig und strukturiert dokumentieren, wie das Audit durchgeführt wurde und welche Ergebnisse erzielt wurden. Er enthält Angaben zum Auditziel, Auditumfang, Auditteam, Auditmethoden, den bewerteten Bereichen sowie eine übersichtliche Darstellung der Feststellungen inklusive Abweichungen, Verbesserungspotenzialen und der Bewertung der Wirksamkeit der umgesetzten Sicherheitsmaßnahmen. Die Auditberichte sollten neben den identifizierten Schwachstellen auch positive Feststellungen enthalten, um ein ausgewogenes Bild zu vermitteln und Best Practices zu fördern.

SOLLTEStandard-SicherheitsstufeAufwand: 3

Monitoring-Evaluation SOLLTE für Feststellungen in Audits ein einheitliches Bewertungsschema festlegen.

Das Bewertungsschema soll die einheitliche Bewertung, die Wirksamkeit der Auditprozesse und die Vergleichbarkeit von Auditergebnissen sicherstellen.

MUSSStandard-SicherheitsstufeAufwand: 0

Monitoring-Evaluation MUSS alle relevanten Stakeholder über die Auditergebnisse informieren.

Eine angemessene Kommunikation der Auditergebnisse an alle relevanten Stakeholder muss sichergestellt werden, um das Bewusstsein für identifizierte Risiken zu schärfen und die Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen zu fördern. Die Auswertung von Auditergebnissen dient dazu, systematische Abweichungen, Schwachstellen und Verbesserungspotenziale im Informationssicherheitsmanagement zu identifizieren. Diese Maßnahmen werden anschließend in den Umsetzungsplan eingefügt und ihre Umsetzung nachverfolgt.

MUSSStandard-SicherheitsstufeAufwand: 0

Vorgänger im alten Kompendium
DER.3.1.A22-UA.1entspricht

Monitoring-Evaluation MUSS Ergebnisse der Überprüfungen der Eignung, Angemessenheit und Wirksamkeit des ISMS der Institution [regelmäßig] sowie anlassbezogen in einem Managementbericht dokumentieren.

Damit die Institutionsleitung fundierte Entscheidungen zur Steuerung des Informationssicherheitsprozesses treffen kann, ist ein prägnanter Managementbericht erforderlich. Darin werden die wesentlichen Eckpunkte zum Stand der Informationssicherheit übersichtlich aufbereitet. Der Bericht SOLL: kurz, klar und verständlich sein, relevante Informationen bzw. Entwicklungen enthalten, nicht überfrachtet sein d.h. den Fokus auf das Wesentliche legen. So kann die Leitung gezielt Maßnahmen priorisieren und Ressourcen effektiv einsetzen. Es muss unter anderem deutlich werden, ob der beabsichtigte Sicherheitszweck wirksam erfüllt wird.

SOLLTEStandard-SicherheitsstufeAufwand: 1

Monitoring-Evaluation SOLLTE den Status von Folgemaßnahmen vorangegangener Managementbewertungen als Ergebnis der Überprüfung in einem Managementbericht dokumentieren.

Die Evaluierung von Folgemaßnahmen früherer Managementbewertungen dient der Prüfung, ob geplante Maßnahmen umgesetzt und ihre Ziele erreicht wurden. Dabei müssen Status, Wirksamkeit und mögliche Abweichungen nachvollziehbar dokumentiert und in die aktuelle Managementbewertung eingebunden werden. Die Ergebnisse dieser Überprüfungen basieren auf den vorab erstellten Auditberichten sowie der geforderten Eignungsprüfung.

SOLLTEStandard-SicherheitsstufeAufwand: 1

Monitoring-Evaluation SOLLTE veränderte Rahmenbedingungen mit Auswirkungen auf das Informationssicherheitsmanagement als Ergebnis der Überprüfung in einem Managementbericht dokumentieren.

Die Ergebnisse der Überprüfung der Rahmenbedingungen – wie rechtliche, organisatorische, technische oder wirtschaftliche Veränderungen – müssen systematisch erfasst und auf ihre Auswirkungen auf das ISMS bewertet werden. Relevante Änderungen sind in der Managementbewertung einzubeziehen, da sie Einfluss auf die Risikobetrachtung und erforderliche Anforderungen bzw. Sicherheitsmaßnahmen haben können. Die Ergebnisse dieser Überprüfungen basieren auf den vorab erstellten Auditberichten sowie der geforderten Eignungsprüfung.

SOLLTEStandard-SicherheitsstufeAufwand: 1

Monitoring-Evaluation SOLLTE bisherige Erfolge und Probleme (z. B. Sicherheitsvorfälle) beim Informationssicherheitsprozess als Ergebnis der Überprüfung in einem Managementbericht dokumentieren.

Die Ergebnisse müssen im ISMS-Prozess berücksichtigt werden, um daraus gezielte Verbesserungen abzuleiten. Sie dienen als wichtige Eingaben für die Managementbewertung und unterstützen die Weiterentwicklung der Sicherheitsstrategie. Zu Erfolgen zählen z. B. wirksam umgesetzte Maßnahmen, erreichte Sicherheitsziele, erfolgreiche Audits/Prüfungen oder eine nachweisbare Reduktion von Risiken. Die Ergebnisse dieser Überprüfungen basieren auf den vorab erstellten Auditberichten sowie der geforderten Eignungsprüfung.

SOLLTEStandard-SicherheitsstufeAufwand: 1

Monitoring-Evaluation SOLLTE Auditberichte als Ergebnis der Überprüfung in einem Managementbericht dokumentieren.

Bei der Evaluierung müssen die Ergebnisse interner Überprüfungen und Audits dokumentiert werden, um festzustellen, ob das ISMS wirksam umgesetzt und aufrechterhalten wird. Dabei sind insbesondere identifizierte Abweichungen, Verbesserungspotenziale und umgesetzte Korrekturmaßnahmen nachvollziehbar darzustellen. Die Ergebnisse dieser Überprüfungen basieren auf den vorab erstellten Auditberichten sowie der geforderten Eignungsprüfung.

PERF.4.1.5 – Eignungsprüfung bisheriger Sicherheitsmaßnahmen

Abschnitt betitelt „PERF.4.1.5 – Eignungsprüfung bisheriger Sicherheitsmaßnahmen“

SOLLTEStandard-SicherheitsstufeAufwand: 1

Monitoring-Evaluation SOLLTE eine Evaluation der Eignung umgesetzter Sicherheitsmaßnahmen zur Erreichung der Sicherheitsziele oder ob Maßnahmen geändert oder ergänzt werden müssen als Ergebnis der Überprüfung in einem Managementbericht dokumentieren.

Zur Bewertung, ob Sicherheitsmaßnahmen zur Erreichung der Sicherheitsziele geeignet sind, müssen die Maßnahmen systematisch den jeweiligen Zielen zugeordnet und ihre Wirksamkeit anhand konkreter Nachweise (z. B. Auditergebnisse, Vorfallanalysen, Tests) überprüft werden. Werden Defizite festgestellt, sind die Maßnahmen entsprechend anzupassen, zu ergänzen oder durch geeignetere zu ersetzen. Die Ergebnisse dieser Überprüfung sind nachvollziehbar zu dokumentieren und in den Managementbericht einzubringen und basieren auf den vorab erstellten Auditberichten sowie der geforderten Eignungsprüfung.

SOLLTEStandard-SicherheitsstufeAufwand: 1

Monitoring-Evaluation SOLLTE die Bewertung von Rückmeldungen von Kunden, Geschäftspartnern, Mitarbeitern oder der Öffentlichkeit zu Sicherheitsaspekten als Ergebnis der Überprüfung in einem Managementbericht dokumentieren.

Betroffene Personen wie z. B. Kunden, Geschäftspartner und die Öffentlichkeit sollen aktiv zu Sicherheitsaspekten befragt oder deren Feedback systematisch erfasst werden, z. B. über Umfragen, Beschwerden, Supportanfragen oder öffentliche Bewertungen. Dieses Feedback ist auf Relevanz und Auswirkungen für das ISMS zu prüfen, zu dokumentieren und bei Bedarf in Risikobetrachtungen und Verbesserungsmaßnahmen einzubeziehen. Verantwortliche müssen sicherstellen, dass Rückmeldungen zeitnah ausgewertet und bei der Weiterentwicklung der Sicherheitsmaßnahmen berücksichtigt werden. Die Ergebnisse dieser Überprüfungen basieren auf den vorab erstellten Auditberichten sowie der geforderten Eignungsprüfung.

SOLLTEStandard-SicherheitsstufeAufwand: 1

Monitoring-Evaluation SOLLTE die erfolgreiche Umsetzung von Maßnahmen und des damit verringerten Risikos (Status des Umsetzungsplans) als Ergebnis der Überprüfung in einem Managementbericht dokumentieren.

Die Überprüfung von Umsetzungsdefiziten und Risiken ist im ISMS ein zentraler Bestandteil des Monitorings und der Evaluierung. Monitoring sorgt für die kontinuierliche Beobachtung des Fortschritts bei Maßnahmenumsetzung, während die Evaluierung die Wirksamkeit dieser Maßnahmen bewertet und bei Bedarf Anpassungen empfiehlt. So wird sichergestellt, dass Risiken nachhaltig reduziert und Sicherheitsziele erreicht werden. D. h. der Status des Realisierungsplans muss fortlaufend überprüft werden. Die Ergebnisse dieser Überprüfungen basieren auf den vorab erstellten Auditberichten sowie der geforderten Eignungsprüfung.

SOLLTEStandard-SicherheitsstufeAufwand: 1

Monitoring-Evaluation SOLLTE die aufgrund der Überprüfung abgeleitete Verbesserungen des ISMS als Ergebnis der Überprüfung in einem Managementbericht dokumentieren.

Hier ist zu dokumentieren, 1. ob identifizierte Verbesserungsmaßnahmen tatsächlich umgesetzt wurden (z.B. Änderungen an Prozessen, technische Anpassungen, Schulungen). 2. in welcher Form diese Maßnahmen ins ISMS eingeflossen sind, also ob sie dokumentiert, in der Risikobetrachtung berücksichtigt und in den Steuerungsprozessen verankert wurden. 3. ob die Verbesserungen die angestrebte Wirkung zeigen, also zur Reduzierung von Risiken oder zur Erreichung der Sicherheitsziele beitragen. 4. ob die Maßnahmen dauerhaft aufrechterhalten und kontinuierlich überwacht werden, um nachhaltige Verbesserungen sicherzustellen. Die Ergebnisse dieser Evaluierung sind nachvollziehbar zu dokumentieren und bilden die Grundlage für weitere Entscheidungen im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses und basieren auf den vorab erstellten Auditberichten sowie der geforderten Eignungsprüfung.

MUSSStandard-SicherheitsstufeAufwand: 0

Monitoring-Evaluation MUSS priorisierte Maßnahmenvorschläge mit realistischen Abschätzungen zum erwarteten Umsetzungsaufwand als Ergebnis der Überprüfung in einem Managementbericht dokumentieren.

Maßnahmenvorschläge müssen daraufhin überprüft werden, ob sie wirksam zur Risikoreduktion beitragen und mit vertretbarem Aufwand umsetzbar sind. Dabei sind Nutzen, Kosten, technischer und organisatorischer Aufwand realistisch abzuschätzen und in Relation zueinander zu bewerten, um fundierte Entscheidungen zur Umsetzung und Priorisierung treffen zu können. Die Ergebnisse dieser Überprüfungen basieren auf den vorab erstellten Auditberichten sowie der geforderten Eignungsprüfung.

MUSSStandard-SicherheitsstufeAufwand: 0

Monitoring-Evaluation MUSS die Institutionsleitung über den Stand des Managementsystems [regelmäßig] anhand des Managementberichtes informieren.

Sinn und Zweck der Anforderung liegt darin, die Leitungsebene regelmäßig und nachvollziehbar über den Sicherheitsstatus sowie über wesentliche Entwicklungen zu informieren. Damit kann die Leitung faktenbasiert Entscheidungen treffen, Prioritäten setzen und Ressourcen zielgerichtet bereitstellen. Ohne einen solchen Bericht könnte ein kritisches Risiko unbemerkt bleiben oder verspätet adressiert werden, etwa wenn wiederholt unbefugte Zugriffe auf sensible Daten auftreten. Ein gut aufbereiteter Bericht kann hingegen Transparenz schaffen, Verantwortlichkeiten verdeutlichen und Vertrauen in die Steuerung der Institution fördern. Zur Umsetzung ist ein fester Rhythmus für die Erstellung des Managementberichts zu etablieren, etwa quartalsweise oder anlassbezogen nach einem schweren Vorfall. Der Bericht kann eine verdichtete Darstellung enthalten, zum Beispiel in Form von übersichtlichen Kennzahlen (Anzahl relevanter Vorfälle, Zeit bis zur Entdeckung, Erfüllungsgrad definierter Sicherheitsmaßnahmen) und Trendanalysen. Ergänzend kann eine einheitliche Vorlage genutzt werden, die eine klare Struktur vorgibt, sodass die Leitungsebene schnell die entscheidenden Punkte erkennt. Technisch kann dies durch den Einsatz gängiger Office-Tools unterstützt werden, etwa durch die Visualisierung von Trends in Diagrammen. Prozessual können Rückfragen und Diskussionen in einer kurzen Managementrunde eingeplant werden, um den reinen Informationsfluss zu einem aktiven Austausch zu machen.

MUSSStandard-SicherheitsstufeAufwand: 0

Vorgänger im alten Kompendium
ISMS.1.A11-UA.5entspricht

Monitoring-Evaluation MUSS effektive Monitoring-Methoden und -tools zur [regelmäßigen] Überwachung der Informationssicherheit verankern.

Die Implementierung von Monitoring-Methoden und -tools sollte an die individuellen Bedürfnisse und Möglichkeiten der Institution angepasst sein. Während kleinere Institutionen mit einfacheren Lösungen arbeiten können, benötigen größere und komplexere Umgebungen oft umfassendere und stärker automatisierte Ansätze. Die gewonnenen Monitoring-Daten sollten systematisch ausgewertet und für verschiedene Zwecke genutzt werden, darunter die Erstellung von Kennzahlen und Berichten, die Früherkennung von Sicherheitsrisiken, die Unterstützung der Incident Response und die kontinuierliche Verbesserung des ISMS. Beispielhafte Tools für die Überwachung von Informationssicherheit sind Security Information and Event Management (SIEM) Systeme für die zentrale Sammlung, Korrelation und Analyse von Sicherheitsereignissen aus verschiedenen Quellen; Intrusion Detection/Prevention Systeme (IDS/IPS) zur Erkennung und Abwehr verdächtiger Netzwerkaktivitäten; Vulnerability Management Systeme zur systematischen Identifikation und Behandlung von Schwachstellen sowie Configuration Monitoring Tools zur Überwachung von Konfigurationsänderungen in Systemen und Anwendungen.